Lernen in Zeiten der Isolation

Von zuhause arbeiten ohne wahnsinning zu werden 🤪

Lernen in Zeiten der Isolation

Seit ein gewisses Virus umgeht, müssen wir alle zuhause bleiben. Wenn man Kurse von zuhause machen möchte, merkt man schnell, dass die eigene Wohnung nicht die beste Lernumgebung ist. Aber gibt es einen Weg, wie man in der heimischen Isolation einen guten Lernerfolg erzielen kann ohne dabei die Nerven zu verlieren? 😅

Die gegenwärtige Gesundheitskrise hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Wir müssen sowohl unseren persönlichen als auch unseren beruflichen Lebensstil anpassen.

Softwareentwickler haben es dabei verhältnismäßig einfach: Sie können ihren Laptop mit nach Hause nehmen und weiterarbeiten. Ähnlich trifft das auf unsere Kursteilnehmer zu: Da wir momentan online unterrichten, können sie bequem von zu Hause aus weiter lernen.

Aber ist es wirklich so einfach? Für einige ja. Wer bereits davor Home Office kannte, hat gelernt, über den Tag verteilt persönliche und berufliche Aufgaben in Einklang zu bringen. Für viele ist das Arbeiten zu Hause aber etwas Neues, an das sie sich erst gewöhnen müssen.

Wir haben eine Liste voller Tipps zusammengestellt, um besser mit der Arbeit fernab des gewohnten Büroalltags umzugehen.

1. Routine gewinnen

Die Basis bildet eine tägliche Routine, an die man sich hält. Finde deinen eigenen Rhythmus und genieße die durch den entfallenden Pendelverkehr freigewordene Zeit. Das Arbeiten/Lernen von zu Hause aus hält viel Flexibilität bereit. Auf diese Weise kannst du deinen Zeitplan an deine Bedürfnisse anpassen.

Bist du ein Morgenmensch, lege früh am Morgen los und genieße dafür einen frühen Feierabend. Wenn du eigentlich ein Mittagsschläfchen bräuchtest, was im Büro nie möglich war, ist das jetzt die Gelegenheit.

Teile deine Arbeit in eine Morgen- und eine Nachmittagsschicht auf. Probiere verschiedenes aus, um deinen bevorzugten Zeitplan zu finden. So kannst du deine Kreativität und Produktivität optimal nutzen.

2. Arbeitsbereich abtrennen

Nicht nur zeitlich, auch räumlich ist die richtige Abgrenzung wichtig. Wenn verfügbar, richte dein Arbeitszimmer in einem ungenutzten Raum ein. Wenn du kein separates Arbeitszimmer besitzt, kannst du dennoch einen speziellen Arbeitsbereich für tagsüber schaffen, z.B. in der Küche oder im Wohnzimmer. Am besten bleibt es immer der gleiche Platz.

So verlockend es auch ist, halte den Laptop vom Bett fern. Studien belegen, dass sich das Arbeiten vom Bett negativ auf den Schlaf auswirken kann. Räume den Arbeitsbereich am Ende des Tages auf und entferne alle arbeitsbezogenen Dinge. So kannst du besser abschalten und deine Freizeit genießen.

Woman focused

3. Ablenkungen entfernen

Schalte alle eventuellen Ablenkungen aus. Begrenze wenn möglich die Zeit für E-Mails und Chats und erledige sie am Stück (z. B. 30 Minuten am Nachmittag). Widerstehe den Online-Versuchungen: Schalte Benachrichtigungen aus und halte dich von den verführerischen sozialen Medien fern. Gleiches gilt für die Offline-Versuchungen, die im ganzen Haus auftauchen: den plötzlichen Drang zu putzen, ein neues Rezept zu kochen oder an die Schublade mit den Süßigkeiten zu gehen.

Eine oft genannte Empfehlung ist, den Schreibtisch einem Fenster zuzuwenden. Das hält den ablenkenden Haushalt außer Sichtweite. Sich der lauernden Ablenkungen bewusst zu sein, hilft sie zu meiden und sich den ganzen Tag über zu konzentrieren.

4. Regelmäßige Pausen machen

Plane regelmäßige Pausen zwischen Aufgaben ein. Am effizientesten ist es, einen Zeitplan mit Aufgabenblöcken (z.B. von jeweils 2 Stunden) zu erstellen. Nach jedem Block machst du eine Pause. Finde die für dich ideale Blockgröße heraus und wie lange die Pausen sein sollten. Das gibt dir zudem die Möglichkeit, deine Einschätzungsfähigkeit zu üben, wie viel du in einer bestimmten Zeit schaffst. Die regelmäßigen Pausen bringen einen Fluss in deinen Tagesablauf.

Du kannst dafür Online-Tools nutzen, z.B. den bekannten Pomodoro-Timer. Innerhalb des Arbeitsblocks kannst du dich auf deine Aufgaben konzentrieren ohne auf die Uhr zu schauen. Das Tool sagt dir, wann es Zeit für deine Pause ist. Ein Wecker auf dem Handy tut es aber auch. Nach den Pausen bist du körperlich und geistig wieder fit zum Weiterzumachen und Weiterlernen.

Person laying on sofa

5. Erholungspausen machen

Pause ist nicht gleich Pause. Lerne richtige Erholungspausen einzulegen. Steh auf, mach einen Spaziergang in die Küche und nimm dir einen Snack. Fülle deinen Flüssigkeitshaushalt auf und mach ein paar Dehnübungen. Wenn du ganz mutig bist, mach einen Powernap, aber wirklich nur kurz! All das gibt Körper und Geist die Möglichkeit, Energie zu tanken. Dann bist du wieder frisch bei der Sache.

Im Gegensatz zu Erholungspausen trickst dich dein Instant Gratification Monkey mit Internetsurfen aus. Der Instant Gratification Monkey oder auch Sofortiger Belohnungsaffe ist ein Verwandter des Inneren Schweinehunds. Er verleitet dich zum Scrollen durch Katzenbilder und Wikipedia-Seiten. Damit machen deine Augen aber keine Pause. Du bleibst sitzen und starrst immer noch auf den Bildschirm, ohne dabei noch zu blinken. Falle nicht darauf hinein! Die Surfpause ist KEINE echte Pause!

6. In Bewegung bleiben

Tägliche Bewegung kann nicht nicht genug betont werden, insbesondere in Zeiten kurzer Wege und geschlossener Sportstätten. Integriere deine Lieblingsübungen in deinen Alltag. Ob morgens, abends oder während einer Erholungspause ist egal - wann immer es am besten passt. Für manche ist Bewegung wichtig, um wach zu werden, für andere wiederum trägt sie zur Entspannung am Abend bei.

Falls du nicht so recht weißt, welche Übungen du zu Hause machen kannst, können dir Online-Challenges (z.B. #see10do10challenge) helfen. Nutze aus, dass du nicht im Büro oder der Bibliothek bist. Dir schaut niemand zu, d.h. du kannst auch die merkwürdigsten Übungen machen wie Handstand oder Jonglieren. Achte auf deine Körperhaltung am Schreibtisch und löse Verspannungen im Körper mit wechselnden Positionen. Dein Körper und Geist werden es dir danken.

Woman doing yoga

7. Kontakte pflegen

Halte Kontakt zu Familie und Freunden, aber auch Kollegen und Kommilitonen! Wenn du etwas Neues wie das Coden lernst, ist der Austausch mit anderen wichtig. Eine gemeinsame Debugging-Sitzung muss nicht im gleichen Raum stattfinden. Das Teilen des Bildschirms tut’s auch. Slacke deinen Kursteilnehmern, welch coole Verknüpfung du in deinem Lieblings-IDE entdeckt hast. Plane Programmiersessions und hackt an einem gemeinsamen Projekt.

Die Teilnehmer unseres Full-Stack-Programms kommen beispielsweise in einer Online-Lerngruppe zusammen, in der sie sich gegenseitig helfen und Fortschritte teilen. Kameraderie war selten so wichtig wie jetzt. Finde heraus, was für dich am besten funktioniert und vergiss nicht: Wir stehen das zusammen durch und gemeinsam geht es leichter!

Woman in video chat


Um sich an die Routine des Home Office zu gewöhnen, sind Geduld und Übung erforderlich. Wie beim Programmieren wird es mit der Zeit einfacher! Finde deinen idealen Arbeitsstil. Die oben genannten Faustregelen sind nicht in Stein gemeißelt. Sie können dir jedoch als Leitfaden dienen, deinen eigenen Stil zu entdecken.

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